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Springer Urvater

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Nachdenkliches zum Bayrischen Sportfernsehen

Soeben ist das Fussballspiel FC Bayern München gegen TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 zu Ende gegegangen. Obwohl ich regelmäßig Fußball ansehe, würde ich mich nicht dazu versteigen, mich einen Experten zu nennen. Dennoch fallen mir mit schöner Regelmäßigkeit Dinge auf, die mich sehr nachdenklich stimmen.

Die Spieler des FC Bayern sind unglaublich überheblich. Gegenüber den gegnerischen Spielern, gegenüber dem Schiedsrichter. Die Art mit der der Spieler Ze Roberto nach einem offensichtlichen Foul mit anschließender Ermahnung den Schiedrichter ansieht, ist beispiellos und lässt selbst meine Frau aggressiv werden. Es gibt kaum eine Entscheidung des Unparteiischen gegen die Bayern, die nicht ausgiebig diskutiert wird. Es wird lamentiert, geschimpft, abgewunken, gestikuliert und der Schiedsrichter bedrängt. Mir fiel dabei heute ein Spieler besonders auf, von dem ich Dergleichen bisher nicht gewohnt war. Allerdings spielte er da noch in einem besseren anderen Verein. Ich meine Miroslav Klose, der sich vom Bild des fairen Sportlers immer mehr entfernt. Wie immer war bei den “robusten” Spielern des FC Bayern Mark van Bommel ganz vorn mit dabei. Warum dieser Spieler bis zum Ende mitspielen durfte, bleibt ein Geheimnis des Schiedsrichters. A propo Schiedsrichter.

Wieder einmal war zu beobachten, dass ein Schiedsrichter auf einem Auge blind zu sein scheint. Es hat mich sehr überascht, dass die erste Gelbe Karte an einen Hoffenheimer ging, wenngleich Mark van Bommel recht früh deutlich gemacht hatte, dass eigentlich er immer überall der Erste sei und er auch die erste Verwarung haben möchte. Leider hat der Unparteiische sein Flehen nicht erhört. Zuzerst glaubte ich, van Bommel und Klose gönnen sich nichts, denn das erste taktische Foul des Spiels beging Miroslav Klose. Kann man machen, muss man vielleicht auch, aber dann muss man mit der fälligen Kartonage in Gelb leben. Klose bekam aber kein Gelb. Dazu brauchte es das erste taktische Foul Hoffenheims, dass in seiner Intensität dem Klose’schen in Nichts nachstand aber die Hoffenheimer bei den Karten in Führung brachte. Nicht unerwähnt will ich das Versagen des Schiedsrichters in einer Szene mit Franck Ribery lassen, bei der der Franzose einen Gegenspieler äußerst unsportlich wegstieß um einen Freistoß zu schlagen. Selbstverständlich gab es keine Karte. Das ist der Bayern-Bonus. A propo Bayern-Bonus.

Der Haus- und Hofsender der Bayern, Uneingeweihte nennen den Sender auch Premiere, bot wieder alles auf, was man braucht um der unsympatischsten beliebtesten Mannschaft der Bundesliga bei der letzten halben Stunde ihrer Verdauung zuzusehen (Taschenlampe nicht vergessen!). Ganz vorn dabei ist selbstverständlich Marcel Reif, der nimmermüde Unsympath, dem seit Langem nichts mehr einfällt außer andere Mannschaften mit dem FC Bayern zu vergleichen obwohl Erstere das weder nötig haben noch wünschen. Hier gibt es im Übrigen ein sehr interessantes Interview, dass sehr viel über den Menschen Marcel Reif sagt. Eines dieser im Interview erwähnten Entschuldigungsschreiben von Premiere habe ich auch schon mal erhalten. Ich löse meine persönlichen Probleme mit Herrn Reif meistens kurz nach Beginn des Spiels indem ich bei meinem Dekoder die Tonoption B wähle. Aber ich schweife ab: Es fällt auf, dass bei Premiere immer die Szenen wiederholt werden, bei denen es scheinbar strittige Entscheidungen gegen die Bayern gab. Zeitlupen und Wiederholungen zu strittigen Entscheidungen zu Gunsten der Bayern werden kaum oder garnicht wiederholt. Und könnte Irgendjemand den Verantwortlichen bei Premiere sagen, dass sich ehemalige Spieler, Präsidenten oder andere Mitglieder des bayrischen Hofstaates FC Bayern München zu unabhängigen Experten bei FCB-Spielen nicht eignen. Weder zur Bewertung der Spiele vor dem Anstoß, in der Pause und auch nach dem Schlusspfiff nicht. Letztendlich können die meisten dieser “Experten” sowieso nur  wenige Sachen. Meine Oma pflegt Leute die nix machen, außer heiße Luft zu produzieren immer Taugenichtse zu nennen. Dabei sieht die gar kein Fußball.

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